Sonderbedarf nach § 24 Abs. 3 Nr. 1 SGB II

Formloser Antrag auf einen Kleiderschrank: Vorlage für Erstausstattung, Umzug & Ersatzbedarf

Beantragen Sie die Kostenübernahme für einen Kleiderschrank beim Jobcenter — als Teil der Wohnungserstausstattung nach § 24 Abs. 3 Nr. 1 SGB II.

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Antrag-Generator — PDF & Word

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Vorausgewählt

Beantragter Gegenstand

Kleiderschrank (Einzel- oder Familiengröße)

§ 24 Abs. 3 Nr. 1 SGB II · Erstausstattung Wohnung

Festgelegt
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Pflichtfeld

Grund des Antrags

3

Für den Antragskopf

Persönliche Angaben

4

Optional

Zusätzliche Informationen

Keine Datenübertragung — Erstellung erfolgt 100 % lokal im Browser

Kleiderschrank als Erstausstattung — was zählt?

Der Kleiderschrank gehört zur Wohnungserstausstattung nach § 24 Abs. 3 Nr. 1 SGB II — er ist ein wesentlicher Einrichtungsgegenstand jedes Haushalts.

Kleiderschränke für Kinder können separat oder als Teil des Familien-Kleiderschranks beantragt werden — je nach Haushaltsgröße und Wohnungsgrundriss.

Ein begehbarer Kleiderschrank als Einbaumöbel (Teil der Wohnung) ist in der Regel nicht über § 24 Abs. 3 SGB II finanzierbar — hier muss der Vermieter haften.

Was zum Kleiderschrank-Set gehört

Beantragen Sie alle Komponenten, die für einen funktionalen Kleiderschrank notwendig sind — nicht nur das Grundgestell.

Kleiderschrank-Korpus

Der Grundkörper mit Türen — in der für den Haushalt nötigen Breite und Tiefe. Bei mehreren Personen: Breite entsprechend der Personenzahl begründen.

Einlegeböden / Ablagefächer

Für gefaltete Kleidung unverzichtbar. Häufig nicht im Basismodell enthalten — im Antrag als separate Position aufführen wenn zutreffend.

Kleiderstange

Unverzichtbar für Oberbekleidung. Standard in den meisten Modellen — bei fehlendem Stangensystem: separat benennen.

Schubladen (optional)

Für Wäsche und Kleinteile sinnvoll. Als ergänzende Funktion im Antrag begründen — wird häufig bei Familienhaushalten mit Kindern bewilligt.

Kriterien für die Bewilligung

Diese Argumente sichern die Bewilligung des Kleiderschranks.

1

Vollständiger Neubedarf

Das Jobcenter bewilligt einen Kleiderschrank, wenn kein funktionsfähiger Kleiderschrank im Haushalt vorhanden ist — bei Erstbezug, nach Trennung oder nach Zerstörung. Dokumentieren Sie den fehlenden Schrank: Fotos der leeren Wand oder Zeugenerklärung.

2

Haushaltsgröße begründen

Die Schrankvariante muss der Haushaltsgröße entsprechen. Ein Einzel-Kleiderschrank für eine vierköpfige Familie ist unzureichend — begründen Sie die benötigte Größe mit der Anzahl der Haushaltsmitglieder und deren Kleidungsbedarf.

3

Antrag vor dem Kauf

Der Antrag muss vor dem Kauf gestellt und bewilligt worden sein. Keine nachträgliche Erstattung. Auch ein formloser telefonischer Antrag (mit schriftlicher Bestätigung) sichert das Antragsdatum.

Rechtsgrundlage: Kleiderschrank als Erstausstattung

Der Kleiderschrank gehört zur Erstausstattung der Wohnung nach § 24 Abs. 3 Nr. 1 SGB II — eine einmalige Beihilfe, die nicht aus dem laufenden Regelbedarf gedeckt werden muss und nicht als Darlehen gewährt werden darf.

Kein Darlehen

Erstausstattung ist ein Zuschuss — keine rückzahlungspflichtige Leistung. Das Jobcenter darf die Möbel nicht als Darlehen gewähren.

Sozialkaufhaus zulässig

Anders als bei Matratzen darf das Jobcenter für Kleiderschränke auf Sozialkaufhäuser verweisen — solange das konkrete Angebot functional und zumutbar ist. Bestehen Sie auf ein normales Möbelhaus wenn keine zumutbare Gebrauchtware verfügbar ist.

Orientierungswerte · § 24 Abs. 3 Nr. 1 SGB II

Was zahlt das Jobcenter für einen Kleiderschrank?

Die Richtwerte hängen von Haushaltsgröße und Jobcenter ab. Konkrete Angebote erhöhen die Bewilligungschance.

Gegenstand Richtwert (ca.)
Kleiderschrank Einpersonen (ca. 100 cm) 80 € – 150 €
Kleiderschrank Familiengröße (200 cm+) 150 € – 300 €
Kinderkleiderschrank (separat) 50 € – 100 €
Montagekosten 20 € – 50 €

Rechtsprechung: BSG B 14 AS 44/12 R — Kleiderschrank gehört zur notwendigen Grundausstattung eines Haushalts.

In 3 Schritten zum bewilligten Kleiderschrank

1

Neubedarf dokumentieren

Belegen Sie, dass kein funktionsfähiger Kleiderschrank vorhanden ist: Fotos der Wohnung, Mietvertrag-Startdatum, Trennungsnachweis oder Schadensprotokoll.

2

Angebote einholen

Sammeln Sie 2–3 konkrete Angebote in der passenden Größe — Onlineshop, IKEA, Sozialkaufhaus. Alle Positionen (Korpus, Böden, Montage) separat auflisten.

3

Antrag einreichen — vor dem Kauf

Antrag per Einschreiben senden. Warten Sie den schriftlichen Bewilligungsbescheid ab — erst dann kaufen.

Expertenwissen

Pro-Tipps für eine erfolgreiche Bewilligung

Haushaltsgröße begründen

Wichtig

Begründen Sie die Schrankvariante mit der Anzahl der Haushaltsmitglieder — ein kleiner Schrank für vier Personen ist funktional unzureichend und anfechtbar.

Alle Positionen aufführen

Korpus, Einlegeböden, Kleiderstange und Montage als separate Positionen mit Preisen auflisten — verhindert pauschale Kürzungen einzelner Komponenten.

Einschreiben mit Nachweis

Senden Sie den Antrag per Einschreiben mit Rückschein — das Eingangsdatum beim Jobcenter bestimmt den Leistungsbeginn.

Fotos als Beweismittel

Fotos der leeren Schranknische oder des beschädigten alten Schranks sind starke Nachweise — dem Antrag beilegen.

Häufige Fragen zum Kleiderschrank-Antrag

Muss der Kleiderschrank neu sein oder reicht Gebrauchtware?

Das Jobcenter kann auf Gebrauchtware (Sozialkaufhaus, Kleinanzeigen) verweisen — anders als bei Matratzen gibt es keine Hygiene-Pflicht für neue Schränke. Ist kein zumutbares Gebrauchtmöbel verfügbar, haben Sie Anspruch auf Neuware.

Ja

Kann ich für jedes Kind einen eigenen Kleiderschrank beantragen?

Ja, wenn das Kind ein eigenes Zimmer hat und die Haushaltsgröße es begründet. Bei Geschwistern im gleichen Zimmer: ein geteilter Schrank in ausreichender Größe.

Ja

Übernimmt das Jobcenter die Montagekosten?

Ja, in der Regel — wenn die Eigenleistung nicht zumutbar ist (schwerer Schrank, körperliche Einschränkung). Montagekosten explizit im Antrag aufführen.

Was tun wenn das Jobcenter zu wenig bewilligt?

Widerspruch einlegen — innerhalb von 1 Monat nach Bescheid. Legen Sie dar, dass der bewilligte Betrag kein funktional ausreichendes Modell ermöglicht, und belegen Sie dies mit konkreten Angeboten.